Viele tote Patienten werden in elektronischen Gesundheitsakten immer noch als lebend aufgeführt, sagen Forscher

Viele verstorbene Patienten werden in elektronischen Gesundheitsakten immer noch als lebend aufgeführt

Laut einem am 4. Dezember online veröffentlichten Forschungsbrief ist fast jeder fünfte verstorbene Patient in elektronischen Gesundheitsakten (EHRs) als „lebend“ gekennzeichnet, und 80 Prozent erhielten nach ihrem Tod Hilfe in der Primärversorgung JAMA Innere Medizin.

Neil S. Wenger, MD, von der University of California, Los Angeles, und Kollegen untersuchten, wie viel Prozent der aktiven Patienten, von denen ein Gesundheitssystem nichts weiß, verstorben sind. Die Analyse umfasste EHR-Daten von 11.698 schwerkranken Patienten mit kontinuierlicher Primärversorgung (im Alter von 18 Jahren und älter mit zwei oder mehr Besuchen in der Primärversorgung im Vorjahr), die in 41 Kliniken in einem akademischen Gesundheitssystem behandelt wurden.

Die Forscher fanden heraus, dass 25 Prozent der eingeschlossenen Patienten in der EHR als verstorben erfasst waren, während 5,8 Prozent laut den staatlichen Sterbeakten zwar verstorben waren, in der EHR jedoch als lebendig markiert waren. Achtzig Prozent der 676 Patienten, von denen nicht bekannt ist, dass sie verstorben sind, hatten nach ihrem Tod noch eine Begegnung oder einen Termin und erhielten schätzungsweise 221 Telefonanrufe und 338 Portalnachrichten.

Darüber hinaus erhielten 221 dieser Patienten 920 Briefe bezüglich ungedeckter Vorsorgebedürfnisse (z. B. Grippeschutzimpfungen, Krebsvorsorgeuntersuchungen), 166 Patienten erhielten 226 weitere Korrespondenz per Post, bei 158 Patienten wurden 184 Bestellungen für Impfstoffe und andere klinische Versorgung aufgegeben und 88 Medikamente wurden zugelassen in 130 Begegnungen.

„Damit die Gesundheitssysteme eine verantwortungsvolle Versorgung gewährleisten können, ist ein besseres Bewusstsein für den Vitalstatus erforderlich“, schreiben die Autoren.

Mehr Informationen:
Neil S. Wenger et al., Folgen eines Gesundheitssystems, das nicht weiß, welche Patienten verstorben sind, JAMA Innere Medizin (2023). DOI: 10.1001/jamainternmed.2023.6428

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Zitat: Viele tote Patienten werden in elektronischen Gesundheitsakten immer noch als lebendig aufgeführt, sagen Forscher (2024, 1. Januar), abgerufen am 1. Januar 2024 von https://medicalxpress.com/news/2024-01-dead-patients-alive-electronic-health. html

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