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Eine neue Rezension in CMAJ (Zeitschrift der Canadian Medical Association) soll Ärzten bei der Diagnose und Behandlung des polyzystischen Ovarialsyndroms (PCOS) helfen, einer endokrinen Erkrankung, von der etwa 10 % der Frauen betroffen sind.
Diese Störung betrifft Frauen im gebärfähigen Alter und ist mit Unfruchtbarkeit, Fehlgeburten und Schwangerschaftskomplikationen verbunden. Zu den langfristigen gesundheitlichen Folgen zählen Bluthochdruck, Krebsrisiken sowie metabolische und psychologische Auswirkungen. In der Regel kommen Patienten im Alter zwischen 18 und 39 Jahren zum Arzt und klagen über Unregelmäßigkeiten im Menstruationszyklus, Akne und übermäßigen Haarwuchs, doch Diagnose und Behandlung verzögern sich oft.
Die Autoren der Rezension hoffen, dass sie das Bewusstsein für PCOS schärft und Ärzten bei der Diagnose und Behandlung der Erkrankung hilft.
„Das polyzystische Ovarialsyndrom kann wirksam behandelt werden, und eine frühzeitige Diagnose kann eine engmaschige Überwachung und vorbeugende Behandlung ermöglichen“, sagte Hauptautorin Dr. Ebernella Shirin Dason, Stipendiatin für reproduktive Endokrinologie und Unfruchtbarkeit am Sinai Health System, Toronto, Ontario.
Die Behandlung der Erkrankung kann Unterstützung bei der Gewichtsabnahme, kombinierte hormonelle Kontrazeptiva und nichthormonelle Medikamente wie Metformin umfassen.
Obwohl Menschen mit PCOS häufiger übergewichtig oder fettleibig sind, warnen die Autoren, dass „Ärzte besonders empfindlich gegenüber Gewichtsstigmatisierung sein sollten, da bei Patienten mit PCOS das Risiko eines dysmorphen Körperbildes und Essstörungen besteht.“
Mehr Informationen:
Diagnose und Behandlung des polyzystischen Ovarialsyndroms, Zeitschrift der Canadian Medical Association (2024). DOI: 10.1503/cmaj.231251
Bereitgestellt vom Canadian Medical Association Journal
Zitat: Polyzystisches Ovarialsyndrom: Neue Übersicht zur Diagnose und Behandlung (29. Januar 2024), abgerufen am 29. Januar 2024 von https://medicalxpress.com/news/2024-01-polycystic-ovarian-syndrome.html
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