OBERSTEN ZEILE:
Während des SARS-CoV-2-assoziierten Multisystem-Entzündungssyndroms bei Kindern (MIS-C) sowie nach der Genesung können pädiatrische Patienten eine Reihe mikrovaskulärer Anomalien aufweisen.
METHODIK:
- Eine prospektive Fall-Kontroll-Studie, in der 18 Kinder, bei denen im Jahr 2022 MIS-C diagnostiziert wurde (Durchschnittsalter 10,6 Jahre), mit 17 entsprechenden gesunden Kindern verglichen wurden.
- Die Forscher erhielten und analysierten das Video der sublingualen Mikrozirkulation.
- Die Daten wurden während einer akuten Erkrankung und nach durchschnittlich 114,5 Tagen erhoben.
WEGBRINGEN:
- In der MIS-C-Gruppe wurden im Vergleich zur gesunden Kontrollgruppe Hinweise auf eine erhebliche Schädigung der Mikrozirkulation beobachtet.
- Zu den Anzeichen einer signifikanten Schädigung während der akuten Phase gehörten ein niedrigerer mikrovaskulärer Flussindex, eine geringere Gesamtgefäßdichte, ein geringerer Anteil perfundierter Gefäße und eine Kapillarverdünnung.
- Während der Nachuntersuchung blieb der erhebliche Schaden bestehen und es wurde nun auch eine arterielle Steifheit beobachtet.
- Nach der Bereinigung um Störfaktoren verschwanden die Änderungen nicht; Die Schwere der Erkrankung und die Laborwerte trugen nicht zur Gefäßschädigung bei.
IN DER PRAXIS:
„Die Pathogenese von MIS-C könnte …“ [involve] „Unabhängige Auswirkungen von SARS-CoV-2 auf das Endothel und das Gefäßsystem“, schrieben die Autoren. Sie fügten außerdem hinzu, dass MIS-C mit zukünftigen kardiovaskulären Komplikationen verbunden sein könnte.
QUELLE:
Die Studie wurde von einem Team der Ludwig-Maximilians-Universität München durchgeführt und erschien online in JAMA Pädiatrie.
EINSCHRÄNKUNGEN:
Die größte Einschränkung war das kleine, einzentrische Studiendesign. Vorhandensein potenzieller Restverzerrungen. Die Kontrollgruppe hatte keinen kritischen Krankheitsverlauf.
OFFENLEGUNG:
Die Autoren berichteten über keinen Interessenkonflikt.
