
Laut einer am 20. Dezember online veröffentlichten Studie verursachen Angstzustände und Depressionen nicht die Menière-Krankheit (MD) oder umgekehrt, aber ein erhöhter Neurotizismus ist ursächlich für Angstzustände, Depressionen und MD Hals-Nasen-Ohrenheilkunde – Kopf- und Halschirurgie.
Huadong Wu, MD, von der Nanchang-Universität in China, und Kollegen führten bidirektionale Mendelsche Randomisierungsanalysen (MR) mit zwei Stichproben durch, um den kausalen Zusammenhang zwischen Angstzuständen, Depressionen, Neurotizismus und MD zu untersuchen. Genomweite Assoziationsstudien umfassten Daten von 357.957 Teilnehmern.
Die Forscher fanden heraus, dass Angstzustände und Depressionen in MR-Analysen keine Ursachen für MD sind und dass MD auch keine Angstzustände oder Depressionen verursacht. Ein erhöhter Neurotizismus-Summenwert kann Angstzustände, Depressionen und MD verursachen; MD verursachte jedoch keinen Anstieg des Neurotizismus-Summenscores. Zu den Ursachen von MD zählen die fünf Subcluster des Neurotizismus: häufiges Gefühl der Einsamkeit, häufiges Auf- und Absteigen der Stimmung, häufiges Gefühl der Erschöpfung, leicht verletzte Gefühle und Empfindlichkeit gegenüber Umweltstress und Widrigkeiten. In einer multivariaten MR-Analyse hatten die fünf Neurotizismus-Subcluster eine kollineare Beziehung.
„Unsere Schlussfolgerungen basieren auf einem genetischen Standpunkt und zielen darauf ab, mögliche therapeutische Wege für klinische Praktiker aufzuzeigen“, schreiben die Autoren.
Mehr Informationen:
Huadong Wu et al., Psychologische Belastung und Morbus Menière: Eine bidirektionale Mendelsche Randomisierungsstudie mit zwei Stichproben, HNO-Heilkunde – Kopf- und Halschirurgie (2023). DOI: 10.1002/ohn.610
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Zitat: Angstzustände und Depressionen verursachen keine Menière-Krankheit oder umgekehrt (2023, 29. Dezember), abgerufen am 29. Dezember 2023 von https://medicalxpress.com/news/2023-12-anxiety-depression-meniere-disease-vice.html
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