Neue Forschungsergebnisse haben gezeigt, dass eine neue Art von Hemmstoff mikrovaskuläre diabetische Komplikationen wie diabetische Augen- und Nierenerkrankungen verhindern könnte. Die von der University of Bristol geleitete Forschung wird in veröffentlicht Kardiovaskuläre Diabetologie.
Weltweit ist schätzungsweise jeder elfte Erwachsene von Diabetes betroffen, einer Krankheit, die zu einem unkontrollierten Blutzuckerspiegel führt. Selbst wenn diese häufige Krankheit behandelt wird, kann sie zu lebensverändernden Komplikationen führen, die sich auf die kleinen Blutgefäße des Körpers, die sogenannten Mikrogefäße, auswirken.
Zwar stehen Behandlungen für Patienten zur Verfügung, bei denen mikrovaskuläre Komplikationen wie diabetische Augen- und Nierenerkrankungen auftreten, doch diese Behandlungen verzögern das Fortschreiten nicht vollständig. Letztendlich können sie bei den Patienten zur Erblindung und zum Nierenversagen führen.
Das Forschungsteam interessierte sich für die schützende Auskleidung aller Blutgefäße, die sogenannte Glykokalyx. Es ist bekannt, dass diese Schleimhaut bei Diabetes geschädigt wird. Die Forscher zeigten in zwei Mausmodellen, dass durch die Verhinderung einer Schädigung dieser Schutzschicht die Entwicklung einer diabetischen Augen- und Nierenerkrankung gestoppt werden konnte.
Dies wird durch einen „Heparanase-Hemmer“ erreicht. Heparanase wirkt wie eine Schere und schädigt die Glykokalyxauskleidung. Heparanasehemmer verhindern, dass dieser Schaden entsteht. Das Forschungsteam hat eine neuartige Klasse dieser Medikamente entwickelt, die erfolgreich als Medikament zur Behandlung von Patienten entwickelt werden könnte.
Dr. Rebecca Foster, außerordentliche Professorin für Mikrovaskuläre Medizin an der Bristol Medical School: Translational Health Sciences (THS) und leitende Autorin der Studie, sagte: „Unsere Ergebnisse sind spannend, da wir gezeigt haben, dass eine Art von Medikamenten möglicherweise verhindern kann.“ verschiedene diabetische Komplikationen, die ein globales Gesundheitsproblem für Erwachsene mit Diabetes darstellen.
Wir führen derzeit Forschungen durch, um unsere neuartige Klasse von Inhibitoren zur klinischen Anwendung zu bringen. Da derzeit über 8 % der erwachsenen Weltbevölkerung an Diabetes leiden, hoffen wir, dass die Patienten in Zukunft von unseren Erkenntnissen profitieren können.“
Dr. Monica Gamez, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Bristol Medical School (THS) und korrespondierende Autorin
Die Studie wurde vom Medical Research Council finanziert [MRC].
Quelle:
Zeitschriftenreferenz:
Gamez, M., et al. (2024) Heparanase-Hemmung als systemischer Ansatz zum Schutz der endothelialen Glykokalyx und zur Vorbeugung mikrovaskulärer Komplikationen bei Diabetes. Kardiovaskuläre Diabetologie. doi.org/10.1186/s12933-024-02133-1.

