Eine Forschungsstudie unter der Leitung von Maurizio Battino und Francesca Giampieri mit einer Gruppe von Forschern der Universidad Europea del Atlántico (Europäische Universität des Atlantiks, UNEATLANTICO), veröffentlicht in der Zeitschrift „Pharmacological Research“, untersucht verschiedene pharmakologische, nicht-pharmakologische, und Stammzelltherapien zur Behandlung von Autismus-Spektrum-Störungen. Die Studie wurde auch von der Jiangsu-Universität, Zhenjiang, China, unterstützt.
In den letzten Jahren wurde ein alarmierender Anstieg der Prävalenz von Autismus-Spektrum-Störungen (ASD) beobachtet. Schätzungen zufolge wird in den Vereinigten Staaten bei einem von 59 Kindern ASD diagnostiziert, während es in Europa bei einem von 89 Kindern der Fall ist. ASD ist durch begrenzte und sich wiederholende Verhaltensmuster sowie Schwierigkeiten bei der Kommunikation und bei sozialen Aktivitäten gekennzeichnet. Obwohl mehrere genetische und umweltbedingte Risikofaktoren im Zusammenhang mit ASD identifiziert wurden, sind die Mechanismen, die diese Erkrankung verursachen, noch nicht vollständig geklärt.
Bisher konzentrieren sich die zur Behandlung von ASD verschriebenen Medikamente hauptsächlich auf die Kontrolle einiger damit verbundener Symptome. Keines davon ist jedoch wirksam bei der Bekämpfung der Kernsymptome von ASD, wie z. B. Schwierigkeiten bei der Kommunikation und sozialen Interaktion sowie das Vorhandensein eingeschränkter und sich wiederholender Verhaltensweisen. In diesem Zusammenhang entsteht die Notwendigkeit, alternative Therapien zu erforschen.
Diese Forscher entwickelten eine Studie mit dem Titel „Pharmakologische, nicht-pharmakologische und Stammzelltherapien zur Behandlung von Autismus-Spektrum-Störungen: Ein Schwerpunkt auf Humanstudien“, in der sie neue Therapien untersuchen, die auf der Verwendung von Stammzellen basieren. Die Studie zeigte, dass die Transplantation hämatopoetischer und mesenchymaler Stammzellen bei Kindern mit ASD vielversprechende Ergebnisse gezeigt hat. Diese Stammzellen stimulieren die Rekrutierung, Proliferation und Differenzierung nativer Stammzellen im Körper, reduzieren Entzündungen und lindern so einige der mit ASD verbundenen Probleme. Diese Zellen zeichnen sich durch ihre Fähigkeit zur Selbsterneuerung und Differenzierung in verschiedene Zelltypen aus, was sie zu einer attraktiven Option für die Regeneration beschädigter Zellen im Gehirn von Personen mit ASD macht.
Obwohl sich die Forschungsstudie noch im Anfangsstadium befindet, wurden vielversprechende Studien an Tiermodellen und einige klinische Fälle am Menschen durchgeführt. Sollten sich positive Ergebnisse bestätigen, könnten Stammzelltherapien echte Hoffnung für die Linderung einiger der mit ASD verbundenen Herausforderungen und die Entwicklung neuer Therapieansätze bieten.
Andererseits wurden auch nicht-pharmakologische Therapien erforscht, um mit ASD verbundene Komorbiditäten wie Immunschwäche, Magen-Darm-Störungen und Dysbiose der Darmmikrobiota zu behandeln. Spezifische Nahrungsergänzungsmittel wie bestimmte Vitamine, mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäuren, Probiotika und einige sekundäre Pflanzenstoffe (z. B. Luteolin und Sulforaphan); sowie allgemeine diätetische Interventionen, wie z. B. gluten- und kaseinfreie Diäten, wurden in Betracht gezogen, um solche Komorbiditäten zu reduzieren und die Lebensqualität von Menschen mit ASD zu verbessern.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Komplexität der ASD einen mehrdimensionalen Ansatz für ihr Management erfordert. Aktuelle pharmakologische Therapien bekämpfen nur einen Teil der Symptome und müssen durch andere, ganzheitlichere Therapieansätze ergänzt werden, um bessere Ergebnisse zu erzielen. Stammzelltransplantation und nicht-medikamentöse Therapien könnten neue Hoffnung für diejenigen darstellen, die mit der Herausforderung der ASD konfrontiert sind. Darüber hinaus ist es wichtig, die Forschung auf diesem Gebiet weiter voranzutreiben, um noch mehr therapeutische Fortschritte zu erzielen und die Lebensqualität von Menschen mit ASD zu verbessern.
Quelle:
Universidad Europea del Atlántico

